Myself's overrated. ♥ Gratis bloggen bei
myblog.de

Haben Sie an sich selbst auch den Anspruch, möglichst perfekt zu sein? Möchten Sie immer der oder die Beste sein und sind Sie selbst Ihr gnadenlosester Kritiker?

 

Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft, denn das geht sehr vielen Menschen so. Leider. Denn so ein Perfektionsanspruch ist ein sehr sicheres Mittel, es sich selbst nicht nur schwer zu machen, sondern auch eine Garantie dafür, dauerhaft unglücklich zu sein.

 

_______________________________________________________________

Der Kampf um gute Noten, um Anerkennung – und um Liebe

- Wer sehnt sich nicht danach, geliebt und angenommen zu werden? Schon früh als Kinder lernen wir, dass diejenigen das meiste Lob und die größte Anerkennung bekommen, die gute Leistungen bringen.

- Wer brav ist, gut rechnen kann oder ein schönes Bild malt wird gelobt, erhält gute Noten und wir hören "Schau dir das mal an, warum kannst du das nicht auch so?"

- Wir lernen damit, den Wert unserer Leistungen – und in einem zweiten Schritt dann auch den unseres Seins – an anderen zu messen. Wir glauben, dass wenn wir nur gut genug wären, so gut wie eben die anderen, würden wir endlich von allen geliebt und angenommen werden.

- Und so vergleichen wir uns ständig mit anderen. Wir schielen nach deren Leistungen und Erfolgen und möchten genau das auch erreichen. Nur nicht schlechter sein, nur nicht versagen.

Ich muss besser sein...

- Bald reicht es uns nicht mehr, genauso gut wie andere zu sein – nein, wir wollen besser sein. Und zwar im Idealfall besser als alle anderen.

- So entsteht die fixe Idee vom Perfektionismus: Wir beginnen damit, unsere Leistungen mit unserem persönlichen Wert gleichzusetzen. Nur wenn wir perfekte Leistungen bringen, sind wir überhaupt etwas wert und nur wenn wir es schaffen, vollkommen und fehlerfrei zu sein, dann ist uns die Liebe aller sicher – so glauben wir.

- Ein Irrtum, der sehr schwer wieder aus unseren Köpfen zu bekommen ist...

Ein aussichtsloser Kampf

- Wir geraten auf diese Weise quasi in einen ewigen Wettkampf. Allerdings mit einem Gegner, den wir niemals schlagen können. Auch wenn wir uns nämlich mit anderen vergleichen, so sind es tatsächlich wir selbst, mit dem wir ringen.

- Überlegen Sie doch einmal: selbst wenn Sie etwas besser gemacht haben, als ein anderer, reicht es in der Regel nicht aus. Vielleicht fühlen Sie für kurze Zeit eine Befriedigung. Sie werden aber immer nur so gut sein, wie Sie es eben gerade sind. Sie können nicht besser sein, als Sie es sind. Und damit kämpfen Sie einen Kampf, den Sie nie gewinnen werden.

Perfektionsstreben bringt keine Liebe...

- Hinter unserem Drang, perfekt zu sein, liegt oft die Idee, dass uns andere Menschen lieben werden, wenn wir nur gut genug sind. Nicht selten versuchen wir durch hohe Leistungen die Liebe vor allem von den Menschen zu bekommen, die uns Anerkennung verweigern.

- Liebe lässt sich aber nicht bestechen. Hohe Leistungen bringen uns vielleicht bewundernde Blicke, aber noch lange keine Liebe.

- Der erste Schritt, um geliebt werden zu können ist, dass Sie lernen, sich selbst anzunehmen und zu lieben – so unperfekt Sie auch immer sein mögen.

... aber dafür so viel Schmerz

- Instinktiv spüren wir alle, dass unser Ziel, perfekt zu sein, nicht zu erreichen ist. Schließlich scheitern wir wieder und wieder, denn es gibt immer jemanden, der etwas besser kann als wir. Und sollten wir tatsächlich in einem Gebiet Meisterschaft erreichen, so wachsen irgendwann Jüngere nach, die uns überholen oder wir stellen fest, dass dafür andere in anderen Gebieten besser als wir sind.

- Mit unserem Perfektionsdrang fügen wir uns immer wieder selbst Schmerz zu. Zunächst durch den enormen Druck, den wir uns auferlegen und dann aber auch durch die ständige – zwangsläufige – Konfrontation mit unserem Scheitern. Und wie um das Ganze noch schlimmer zu machen, schimpfen wir dann auch noch auf uns selbst und reden uns ein, dass wir nicht liebens- oder achtenswert sind.

Was tun Sie sich an?

- Sehr wahrscheinlich werden Ihnen diese Formulierungen überzogen vorkommen und Sie werden viele gute Argumente dafür finden, warum es gut ist, perfekt sein zu wollen. So werden Sie vielleicht einwenden, dass Sie nur durch Ihren Perfektionsanspruch so leistungsfähig und erfolgreich sind und dass man immer an sich arbeiten muss – Stümper gibt es genug... usw.

Richtig ist:

- dass ein gesunder Ehrgeiz uns zu guten Leistungen anspornt,
dafür sorgt, dass wir uns konzentrieren, wenn es darauf ankommt und uns dazu motiviert, uns stetig zu verbessern.

- Aber zwischen diesem Ehrgeiz und dem Anspruch, perfekt zu sein, liegen Welten. Bei Menschen, die an sich den Anspruch haben, perfekt zu sein, ist Dauerfrust und -schmerz vorprogrammiert. Spüren Sie noch einmal in aller Ruhe nach: Wo ordnen Sie sich selbst ein?

Welcome to my little overrated world.
I hope you enjoy reading this blog. - xoxo ♥


ღ Dear diary.. ♥ ღ Guestbook ღ The Woman behind ღ Wuensche
ღ Moments like this ♥
ღ Want more?

» Personal Problems
ღ Depressionen ღ Emotionale Misshandlung ღ Destruktive Gedanken ღ Demotivation ღ Perfektionismus
» Borderline
ღ Was ist das? ღ Angehoerige Betroffener ღ Innere Achtsamkeit ღ Radikales Akzeptieren ღ Skills ღ Notfalltäschchen
ღ Finally Goodbye
Please subscribe