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Depression - Krankheit

Einengung der persönlichen Möglichkeiten
Die Lebensumstände scheinen übermächtig, bedrohlich und unveränderbar,
die eigene Person hingegen ohnmächtig, hilflos und klein.

Einengung der Gefühlswelt
Gedanken, Vorstellungen und die Grundstimmung gehen nur noch in eine Richtung,
alles erscheint grau in grau. Depression, Verzweiflung, Angst und Panik bestimmen
das Sein oder aber eine unheimliche Ruhe.

Einengung der zwischenmenschlichen Beziehungen
Zunehmende Einsamkeit, Entwertung noch vorhandener Beziehungen bis hin zur
Isolation als Spiegel des Sich-Verlassen- und Sich-Unverstanden-Fühlens.

Einengung des Lebens-Wertes
Die Bedeutung vieler Lebensbereiche scheint immer geringer, Interesselosigkeit
und Gleichgültigkeit nehmen überhand. Das Selbstwertgefühl, die Fähigkeit und
Vorstellung, etwas verändern zu können, nehmen mehr und mehr ab, je weniger
Beziehung zu etwas da ist, das wertvoll erscheint.

Aggression
Zu den Gefühlen der Einengung kommen verstärkt Aggressionen, weil nichts mehr
zu gelingen scheint, weil sich nichts ändert, weil keiner hilft. Die angestauten
Aggressionen, die ohnmächtige Wut richtet sich gegen sich selbst.

Suizidphantasien
Die Beschäftigung mit dem eigenen Sterben wird immer intensiver. Als
„kleine Flucht“ schafft sie Entlastung, wird jedoch zur Bedrohung, wenn die
Realität immer unerträglicher scheint und die Suizidphantasien immer zwingender werden.


„Je früher jemand im Verlauf dieser Entwicklung noch Kontakt zu jemand aufnehmen und über das sprechen kann, was in ihm und mit ihm passiert, um so besser sind seine Chancen:
Wer Hilfe sucht, hat seine Selbsthilfekräfte und seine Mitmenschen noch nicht ganz abgeschrieben. Hier liegt die Chance zu helfen.“

 

 

Depression aus der Sicht der Psychosomatik

 

Unser Körper und unsere Seele sind untrennbar miteinander verbunden. Obwohl noch immer viele Ärzte eine deutliche Trennungslinie zwischen einer körperlichen und einer seelischen Erkrankung ziehen, bestätigt sich durch die Forschung die Tatsache immer mehr, dass Körper und Seele nicht als getrennte Einheiten gesehen werden können.

Zu einer Depression können folgende Beschwerden gehören:

- Erschöpfung
- Bedrückung
- Antriebslosigkeit
- Initiativelosigkeit
- Burnoutsyndrom
- Lustlosigkeit
- Allgemeine Kraftlosigkeit
- Schnelle Ermüdbarkeit
- Verlangsamung
- Kreativitätsmangel
- Allgemeine Bewegungsstarre, inklusive Gesicht
- Grau in grau sehen
- Aufmerksamkeitsdefizit
- Bewegungseinschränkung und Stereotypie
- Man muss sich zu allem zwingen
- Schuldgefühle
- Sozialer Rückzug

Für diejenigen, die Depression nicht von sich selbst oder anderen kennen: es handelt sich nicht um einen Zustand der Trauer. Der Trauerprozess, den wir zum Beispiel nach dem Tod geliebter Personen durchleiden, ist deutlich etwas anderes als Depression. Die Trauer ist eine akute, aktive emotionale Reaktion, bei der wir bestimmte Stadien beobachten können und die sich mit der Zeit abschwächt. Depression ist dagegen eine emotionale Stagnation, die den ganzen Menschen betrifft. Natürlich kann sich aus einer Trauerreaktion eine Depression entwickeln, aber das ist nur in einzelnen, nicht geglückten Fällen so.

Häufig wird bei Depression sogar über „das Gefühl der Gefühllosigkeit“ geklagt. Dabei wird nicht nur als deutliches Manko empfunden, dass man sich nicht mehr freuen kann und zwar auch über Dinge, über die man sich früher freute, sondern auch, dass man nicht weinen kann (was etwas von der Erstarrung lösen würde). Das ist auch eine Form der sensomotorischen Amnesie.

Das eigentliche Bedrückungsgefühl wird von den Betroffenen gewöhnlich auf bzw. im Brustkorb vorn empfunden, aber auch im Oberbauch, manchmal auch als “elendes“ Gefühl im Unterbauch.

Die Wahrnehmung der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist negativ eingefärbt. Im Kopf kreisen immer dieselben schwarzen Gedanken. Man grübelt viel, aber völlig unproduktiv. Es herrscht ein Kreativitätsmangel im Denken. Man sieht alles grau in grau. Suizidgedanken, um der Qual ein Ende zu machen, sind häufig, tatsächliche Suizide und Suizidversuche natürlich auch.

Ansonsten überwiegt das Gefühl, dass man sich zu allem aufraffen muss. Alles wird sehr mühsam, alles wird zum Muss. Man hat von sich aus keine Lust mehr, etwas zu tun, sich überhaupt zu bewegen. Schon das Aufstehen aus dem Bett kostet sehr viel Überwindung, alle Glieder sind wie Blei. Man fühlt sich erschöpft, obgleich man nicht getan hat, was zur Erschöpfung Anlass gäbe. Zuweilen tritt die Erschöpfung auch auf, nachdem man lange unter Stress gestanden hat, vergeht dann aber nicht wieder. Man spricht dann von Erschöpfungsdepression oder Burnout. Es herrschen Initiativelosigkeit und rasche Ermüdbarkeit vor.

Diese Beschwerden sind sekundäre Folgen der Reduktion der Atmung. Depressive atmen sehr kurz und langsam, manchmal setzt die Atmung zwischendurch ganz aus. Durch Atemreduktion werden die Muskeln so ungenügend mit Sauerstoff versorgt und so wenig vom Überschuss an Kohlensäure und anderen Abfallstoffen gereinigt , dass alles nur noch ganz gebremst ablaufen kann. Der „innere Schweinehund“, den die Depressiven immer überwinden müssen, liegt also in der mangelhaft versorgten Muskulatur. Dadurch kommen sie einfach nicht in die Gänge. Haben sie sich schließlich doch zu einer Bewegung aufgerafft, kommen Atmung und übrige Motorik in Schwung und es geht ihnen meist schon etwas besser.

Von außen sieht man die Depression meist an der vorgebeugten Haltung, der mühsamen, eingeschränkten und verlangsamten Bewegung, der Erstarrung der Gesichtszüge mit abwesendem bis gequälten Gesichtsausdruck, den müden und ausdruckslosen Augen, dem schleppenden Gang. Man hört oft eine tonlose, unmodulierte Stimme. Weil sie nicht in die Gänge kommen, wirken Depressive auf andere oft faul und übellaunig. Ermahnungen, sich zusammen zu reißen, helfen aber leider gar nicht. Das tun die Depressiven meist selbst schon genug. Allerdings ist ihnen auch mit anderen, gut gemeinten Ratschlägen nicht geholfen, denn da sie in nichts einen Sinn sehen bzw. weil ihnen keine Wendung zum Guten möglich scheint, beantworten sie alle guten Ratschläge meist mit „Ja, aber…“.

Meist sind mit der Depression eine Reihe von anderen Beschwerden verbunden, die auch auf verspannte Muskulatur zurück zu führen sind, wie z.B. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen und (durch die Verspannung des Nackens und des Halses aufgrund der vorgebeugten Haltung, siehe unter »Stoppmuster«), und andere hier aufgeführte Beschwerden auf der Vorderseite des Körpers (Herzbeschwerden, Magenbeschwerden, Blasenbeschwerden, Verstopfung usw., siehe »Bauchbeschwerden«, »Herzbeschwerden«). Oft kommt eine bunte Sammlung von Beschwerden zusammen, die gleichzeitig oder alternierend auftreten. Die Patienten schämen sich oft der Vielzahl von Beschwerden, da sie meinen, man halte sie für Hypochonder oder Simulanten (was manche Mitmenschen inklusive Ärzten auch tun).

Dieses gehäufte Zusammenauftreten solcher Art von Beschwerden mit der depressiven Verstimmung wird von der traditionellen psychosomatischen Theorie meist als Beleg dafür gewertet, dass die Beschwerden psychisch sind, zumal die Anordnung der Symptome sich keiner spezifischen, bekannten Krankheit zuordnen lässt.

Hier wird dagegen argumentiert, dass alle diese Beschwerden inklusive der depressiven Stimmung auf Verspannungen beruhen und zwar hauptsächlich auf der Vorderseite des Rumpfes. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass funktionelle Atem-, Herz-, Magen-, Darm-, Blasenbeschwerden und so weiter mit Stimmungsstörungen zusammen auftreten, denn auch diesen Beschwerden liegt eine Verspannung der Vorderpartie zugrunde.

Entstanden ist die Depression oft, weil der Mensch sich bei bestimmten negativen Erlebnissen immer wieder oder ständig zusammen gezogen hat, und zwar vor allem auf der Vorderseite des Körpers, wodurch sich insbesondere die Atmung einschränkt. Die Neigung zum Zusammenziehen der Vorderseite ist ein altes biologisches Erbe, das in allen von uns schlummert und das wir mit allen Säugetieren und vielen anderen Lebewesen teilen

 

Früherkennung der Depression:
Wirkt ein Mensch niedergeschlagen, mutlos, verzweifelt, ängstlich, ratlos, bricht er in Tränen aus und weiß sich nicht mehr zu helfen, dann ist eine Depression rasch erkennbar
so vermuten viele. Doch so kann auch eine verständliche Reaktion auf ein belastendes Ereignis aussehen, die gut auf Zuspruch und konkrete Hilfe reagiert und rasch wieder abklingt.

Äußerliche Veränderungen sind ernst zu nehmende Warnzeichen. Etwas anderes ist es, wenn der Betreffende plötzlich äußerlich verändert, hinfällig, fast vorgealtert wirkt: Gebeugte Haltung, schwerer Gang, erstarrte Gesichtszüge, matte oder fahrige Gesten, blasse, schlaffe oder welke Haut, müder Gesichtsausdruck, verschleierter Blick, sprödes und glanzloses Haar, leise und monotone Stimme usw.

Hier muss sich offenbar im Organismus etwas verändert haben. Reine Verzweiflung auf einem Schicksalsschlag hin ist selten  mit einer solch tiefgreifenden Veränderung verbunden. Aber niemand weiß so recht, was er davon halten soll. Und das Schlimmste: Der Betroffene weiß es selber nicht. Alles ist so vage, diffus, schwer fassbar und deshalb kaum erklärbar, sieht aus wie "Stress" oder "Erschöpfung", und ist es doch nicht. Andererseits kann es so auch nicht mehr weitergehen: Die Qual wächst ständig und die Folgen sind nicht mehr zu verheimlichen.
 
Tränen sind selten bei schweren Depressionen. Dazu kommt eine Besonderheit, die für viele erst einmal unverständlich ist: Tränen sind bei schweren depressiven Zuständen, insbesondere bei der endogenen Depression zu Beginn selten. Die Möglichkeit zum entlastenden Weinen stellt sich häufig erst während der Behandlung ein. Dann sind Tränen sogar ein günstiges Zeichen, auch wenn es die unaufgeklärten Angehörigen zuerst als Verschlechterung missdeuten.

Depressionen sind ernstzunehmende Erkrankungen wie andere Erkrankungen auch. Sie beeinträchtigen nicht nur die Stimmung, sondern das gesamte Erleben und Verhalten des Erkrankten.

Da depressive Menschen häufig die Schuld für ihr Befinden bei sich selbst suchen und nicht an eine Erkrankung denken, halten sie einen Arztbesuch oft nicht für nötig. Weil Hoffnungslosigkeit zur Depression gehört wie Schnupfen zur Grippe, glauben viele Depressive auch nicht, dass ihnen überhaupt geholfen werden kann.

Viele Depressive äußern Klagen und Verzweiflung, oft ziehen sie sich auch von ihrer Umwelt zurück. Versuchen Sie nicht, den Erkrankten von der Grundlosigkeit seiner Schuldgefühle zu überzeugen. Lassen Sie sich nicht auf Streit darüber ein, ob seine negative Sichtweise „objektiv“ gerechtfertigt sei oder nicht. Beides wird keinen Erfolg bringen.

Tun Sie die körperlichen Missempfindungen und Krankheitsängste des Depressiven nicht als übertrieben oder „nur psychisch bedingt“ ab, denn depressive Menschen dramatisieren ihr Erleben nicht. Es ist die Depression, die auch leichte Schmerzen oder Missempfindungen ins kaum Erträgliche steigert.

Den romantischen Sonnenaufgang am Traumstrand sieht der Betroffene durch die dunkle Brille, der Anblick deprimiert ihn eher noch mehr, weil er ihn nicht genießen kann.

Raten Sie dem Depressiven auch nicht, „sich zusammenzunehmen“ein depressiver Mensch kann diese Forderung nicht erfüllen. Dieser Ratschlag verstärkt möglicherweise sogar seine Schuldgefühle. Gleiches gilt für Versuche der Aufmunterung. Dagegen sollten Sie Ihren Angehörigen immer dann unterstützen, wenn er Eigeninitiative zeigt.

Vermeiden Sie appellatives Verhalten wie z.B. „Du bist doch früher so gerne mit mir Fahrrad gefahren“ oder gar wertendes vergleichendes Verhalten wie z.B. „Na, das ist ja wohl nicht zu viel verlangt“.

Nehmen Sie den Wunsch nach Zurückgezogenheit oder den vermeintlichen Mangel an Gefühlen nicht persönlich. Während der Krankheitsphase ist der Betroffene kaum in der Lage, seinen Gefühlen Ausdruck zu geben und noch weniger in der Lage, zurückzugeben, was ihm an Gefühlen entgegengebracht wird.

Falsche Ratschläge vermeiden!Depressionen sollten auch von Angehörigen und Freunden als eine schwerwiegende Erkrankung
anerkannt werden.Wenn eine Depression feststeht, dann gilt für Angehörige und Freunde, Arbeitskollegen und Vorgesetzte, Nachbarn u.a. erst einmal: falsche Ratschläge vermeiden! Denn dazu kommt es sehr schnell, weil man mit einer Depression noch
keine Erfahrungen hatte und alles mit normalen Stimmungsschwankungen, gelegentlichenErschöpfungsreaktionen nach Überforderung, einem nachvollziehbaren Leistungseinbruch oder "Durchhänger" gleichsetzt. Doch eine Depression ist eine Erkrankung, bei der andere Gesetze gelten. Auf was sollte man also achten?

Appelle:     
Es ist falsch, den Depressiven aufzufordern, sich zusammenzureißen. Solche Ermahnungen an einen hoffnungslosen, apathischen und willensgeschwächten Patienten pflegen seine Verzweiflung nur noch zu verstärken. Der Depressive ist nicht unwillig, er ist krankheitsbedingt unfähig.Das ist ein großer Unterschied.

 
Ablenkung:     
Es ist falsch, dem Depressiven Ablenkungs-, Vergnügungs- oder Zerstreuungsmöglichkeiten anzubieten oder zu empfehlen. Mit solchen Maßnahmen kann ein Mensch, der ja die Fähigkeit verloren hat, sich zu freuen, nichts anfangen. Im Gegenteil: Es wird ihn noch mehr deprimieren und obendrein in Schuldgefühle stürzen.

 
Überredung:     
Es ist falsch, dem Depressiven einreden zu wollen, es gehe ihm doch gut. Wenn es ihm gut ginge, wüsste er das selbst am besten. So aber muss er diese Äußerung nur als Verkennung seines Zustandes oder als Beweis des Misstrauens verstehen.

Und weiteres...


Also ich bitte euch...Redet nicht immer davon, dass es keine Krankheit istund das ich mich zusammenreißen soll! Das macht mich total verrückt! Aendern kann ich an all dem naemlich auch nichts. Wenn ich es koennte, haette ich es schon laengst getan.  - Danke!

Welcome to my little overrated world.
I hope you enjoy reading this blog. - xoxo ♥


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